Das Limmattal wäre als Wirtschaftsraum ohne Schlatter fast nicht denkbar! Die traditionsreiche Unternehmung mit Hauptsitz in Schlieren ist ein weltweit führender Anlagebauer. Sie wird nächstes Jahr 100 Jahre alt. Industriepionier Hans A. Schlatter brachte das Verfahren des Widerstandsschweissens von den USA in die Schweiz. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfand der Industriepionier eine Schweissanlage, mit der sich Armierungseisen automatisch zu Gittern verschweissen liessen – auch heute noch ein Kerngeschäft. Eine weitere Marktlücke entdeckte Schlatter in der Verschweissung von Eisenbahnschienen und begründete das Gleisschweissen. Die Firma baut neben den Widerstandsschweiss-Systemen im Segment Weben unter der Marke Jäger“ Web- und Ausrüstungsmaschinen für Papiermaschinen-Bespannungen, Drahtgewebe und Drahtgitter.

2014 erzielte die Gruppe ein positives Betriebsergebnis mit erhöhtem Auftragsbestand. Das wirtschaftliche Umfeld ist allerdings weiterhin schwierig. CEO Werner Schmidli betont, 2015 werde wegen der Euroschwäche sehr herausfordernd, da der Standort Schlieren nahezu hundert Prozent der Produkte exportiere. «Wir haben bereits im Januar ein umfassendes Sofortmassnahmenprogramm verabschiedet, das jetzt umgesetzt wird. Trotzdem wird 2015 mit einem Verlust enden, weil es Zeit braucht, bis die Massnahmen wirken“.

Die Firma, die nach Schlatters Tod 1969 in einige Turbulenzen geriet und heute in der Hand eines industriellen Konsortiums aus der Metall Zug AG und der Huwa Finanz- und Beteiligungs-AG ist, hat jedoch Potentiale entdeckt. Die erstarkte US-Wirtschaft bietet vor allem im Bereich Industriegitteranlagen Potenzial. In der Region China könnten sich in den nächsten Jahren durch die Weiterentwicklung der Bauindustrie neue Chancen eröffnen.

CEO Werner Schmidli hat die Schlatter Gruppe deshalb für die Zukunft gerüstet: «Wir investieren überdurchschnittlich in neue innovative Produkte. Aufgrund von Marktanalysen haben wir eine langfristig orientierte Entwicklungsroadmap erarbeitet, mit der wir unsere Position auf den Weltmärkten nachhaltig stärken wollen.» Eine wichtige Stellung nehmen auch Service und Ersatzteilverkauf ein. «Wir haben weltweit eine grosse Basis von installierten Anlagen und bieten unseren Kunden vor Ort gute Betreuung und Sicherheit für deren Betrieb. Wir sind deshalb zuversichtlich, dass wir 2016 wieder die Gewinnschwelle erreichen.»

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CEO Werner Schmidli

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